ÜBERSETZUNGSBÜRO
ALBANISCH - DEUTSCH

Irene Boldt-Bregu (Diplom-Übersetzerin)


ÜBER DAS ALBANISCHE

Die nachfolgenden Ausführungen erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit; es geht vielmehr darum, Antworten auf Fragen zu geben, die in der Praxis immer wieder gestellt werden. Albanisch ist eine indoeuropäische Sprache mit lateinischer Schrift, die allerdings innerhalb dieser Sprachfamilie keiner anderen Gruppe zuzuordnen ist.

Fälschlicherweise wird häufig vermutet, es handele sich um eine slawische Sprache. Dieser Irrtum entsteht dadurch, daß die Albaner aus dem Kosovo als Angehörige des jugoslawischen Staates häufig mehr oder minder gut auch Serbokroatisch beherrschen, so, wie etwa auch deutschsprachige Südtiroler in aller Regel Italienisch sprechen, ohne daß Deutsch wie das Italienische eine romanische Sprache wäre.

Es lassen sich zwei Dialektgruppen unterscheiden: das Gegische, das im Kosovo, in Teilen Mazedoniens und in Nordalbanien gesprochen wird, und das Toskische, das in Südalbanien und Teilen Mazedoniens heimisch ist. Die Hochsprache wurde maßgeblich durch den toskischen Dialekt geprägt; sie ist jedoch seit 1972 für den gesamten albanischen Sprachraum verbindlich.

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ALBANER IN DEUTSCHLAND

Erst seit der Erstürmung der deutschen Botschaft in Tirana im Jahre 1990 sind Albaner aus Albanien nach Deutschland gekommen, die meisten damals als Flüchtlinge, viele seither aber auch als Studenten, Geschäftsleute und Gastarbeiter mit befristetem Arbeitsvertrag.

Albaner aus dem Kosovo, aus Montenegro und aus Mazedonien leben hingegen schon seit etlichen Jahrzehnten als Gastarbeiter bei uns; häufig wurden sie hier allerdings nicht als Albaner wahrgenommen, sie firmierten vielmehr unter dem Oberbegriff Jugoslawen; des weiteren sind in den letzten zehn Jahren viele als Asylbewerber bzw. Bürgerkriegsflüchtlinge zu uns gekommen.

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